Der Handlungsort
Bei der Wahl des Handlungsortes habe ich mich vom Campingplatz Kerstgenshof inspirieren lassen. Parallelen sind also durchaus beabsichtigt, auf der anderen Seite habe ich mir aber auch die künstlerische Freiheit gelassen, Personen und Örtlichkeiten abzuändern. Einen Campingplatz zum Schauplatz einer Serie zu wählen, hat viele Reize: Zum einen bietet er eine kostengünstige Unterkunft für meine Hauptperson, einen suspendierten und chronisch klammen Polizisten, zum anderen gibt er mir als Autor, was die Wahl der Figuren angeht, beinahe unbegrenzte Möglichkeiten. Auf einem solchen Campingplatz ist das soziale Gefüge ungleich ausgeglichener. Standesunterschiede gibt es nicht, der Umgang ist sehr viel persönlicher. Zudem bietet die Gemeinde Sonsbeck mit ihrem Dorf Labbeck einen idealen Background für einen Regionalkrimi. Ein Mord sticht nun mal da hervor, wo man ihn am wenigsten vermutet.
Ganz neue Wege bin ich bei der Wahl des Tatortes gegangen. Selbst wenn man den Niederrhein kennt wie seine berühmte Westentasche, kann das entscheidende Detail darin fehlen. Ein abgelegene und doch gut zugängliches Gebäude sollt es sein, das zudem noch über geeignete Fluchtwege verfügt. Was liegt für einen freiberuflichen Journalisten näher, als über die großen Tageszeitungen nach der mörderischen Unterkunft zu suchen. Unter den vielen Vorschlägen der Leser befand sich ein leerstehender Bauernhof in Rheinberg-Wallach. Und was soll ich sagen: Dort ließ es sich wunderbar morden ...