Hier finden Sie alles Wissenswerte zu meiner schriftstellerischen Tätigkeit. Daneben erfahren Sie Hintergründe zu meiner Person und meinen Werken. Sie möchten mich gerne persönlich kennenlernen, möchten sich spannende und humorvolle Geschichten "aus erster Hand" vorlesen lassen? Kein Problem, besuchen Sie doch einfach eine meiner Lesungen. Bei der Gelegenheit signiere ich Ihnen auch gerne ihr Buch.
Ihr Erwin Kohl                                        
                                                        

                               Und hier erfahren sie ALLES zum neuen Roman:

 

Hopsgegangen

Am 16. Februar 2017 ist es soweit: Der 12. Roman aus meiner Feder steht dann in den Regalen der Buchhändler. Es handelt sich um den zweiten Band einer Krimireihe, die im Bastei-Lübbe-Verlag erscheint. Im Mittelpunkt der Serie steht der Ex-Polizist Lukas Born, der getrennt von Frau und Kind (Hauptkommissarin Julia Born / Sohn Bastian) mit seinem Hund Manolo auf einem Campingplatz in Sonsbeck-Labbeck lebt. Eigentlich möchte Lukas Bornsich als Privatdetektiv einigermaßen über Wasser halten. Aber die Auftragslage ist mau und so bekommt er von der Arbeitsagentur einen Job beim Zirkus aufs Auge gedrückt. Als er mitten in der Nacht von Kamelscheiße bedeckt und mit einer Laune unterhalb des Gefrierpunktes nach Hause kommt, erwartet ihn dort die attraktive Investigativjournalistin Natascha mit einem noch attraktiveren Auftrag. Die Sache ist noch dazu kinderleicht: Lukas soll Schmiere stehen, wenn die Journalistin sich mit einem Informanten trifft. Am Treffpunkt in Rheinberg ist jedoch nur Natascha, und die liegt leblos auf dem Boden. Bevor Lukas weiß, wie ihm geschieht, kriegt er selbst eins übergezogen. Als er wieder zu sich kommt, ist Natascha verschwunden. Die Polizei sieht keinen Handlungsbedarf, Lukas dagegen schon. Denn er ahnt, dass Natascha an etwas Großem dran war. Und tatsächlich täuscht ihn sein Gefühl auch diesmal nicht. Leider. Denn die Beule an seinem Kopf ist nur der Anfang des Übels …

 

 

 

Der Handlungsort

Bei der Wahl des Handlungsortes habe ich mich vom Campingplatz Kerstgenshof inspirieren lassen. Parallelen sind also durchaus beabsichtigt, auf der anderen Seite habe ich mir aber auch die künstlerische Freiheit gelassen, Personen und Örtlichkeiten abzuändern. Einen Campingplatz zum Schauplatz einer Serie zu wählen, hat viele Reize: Zum einen bietet er eine kostengünstige Unterkunft für meine Hauptperson, einen suspendierten und chronisch klammen Polizisten, zum anderen gibt er mir als Autor, was die Wahl der Figuren angeht, beinahe unbegrenzte Möglichkeiten. Auf einem solchen Campingplatz ist das soziale Gefüge ungleich ausgeglichener. Standesunterschiede gibt es nicht, der Umgang ist sehr viel persönlicher. Zudem bietet die Gemeinde Sonsbeck mit ihrem Dorf Labbeck einen idealen Background für einen Regionalkrimi. Ein Mord sticht nun mal da hervor, wo man ihn am wenigsten vermutet.
Ganz neue Wege bin ich bei der Wahl des Tatortes gegangen. Selbst wenn man den Niederrhein kennt wie seine berühmte Westentasche, kann das entscheidende Detail darin fehlen. Ein abgelegene und doch gut zugängliches Gebäude sollt es sein, das zudem noch über geeignete Fluchtwege verfügt. Was liegt für einen freiberuflichen Journalisten näher, als über die großen Tageszeitungen nach der mörderischen Unterkunft zu suchen. Unter den vielen Vorschlägen der Leser befand sich ein leerstehender Bauernhof in Rheinberg-Wallach. Und was soll ich sagen: Dort ließ es sich wunderbar morden ...

Die Hintergründe:

Wie die meisten meiner Romane hat auch "Hopsgegangen" einen realen Hintergrund. Es geht um gefälschte Medikamente der gehobenen Preisklasse. Bisher waren die Pillen-Imitate das Geschäftsfeld dubioser Internet-Händler, nun tauchen gestreckte und manipulierte Präparate zunehmend in den Apotheken auf. Weil die Gewinne bis zu 200-mal höher sind als im Drogenhandel, haben sich längst großflächige kriminelle Strukturen entwickelt. Unterstüzt wird die Pillenmafia ausgerechnet vom deutschen Staat, denn aktuell sind deutsche Apotheken nach § 129 SGB V verpflichtet, fünf Prozent ihres Umsatzes mit reimportierten Arzneimitteln zu machen. Dabei werden nur die Importe angerechnet, die 15 Euro oder 15 Prozent günstiger sind als das deutsche Original. Auf diesem Weg gelangen Fälschungen in die Regale der Apotheker, die so täuschend echt wirken, dass sie selbst Experten nicht auffallen. Viele Patienten und Ärzte kommen nicht auf die Idee, dass die Verschlechterung des Gesundheitszustandes von einem gefälschten Arzneimittel herrühren könnte, Todesfälle werden dem schlechten Gesundheitszustand der Patienten zugeschrieben.
Das ist der Ausgangspunkt für den Roman, in dem die Enthüllungsjournalistin Natascha Feldmann einem Tablettenfälscherring am Niederrhein auf die Schliche kommt und dafür ... aber lesen Sie selbst.